Wer eine Wärmepumpe mit Kamin kombinieren will, hat meist zwei Ziele. Echtes Feuer im Wohnraum und niedrigere Stromkosten im Winter. Beides lässt sich verbinden, wenn der Ofen zur Wärmepumpe und zum Gebäude passt. Dieser Beitrag zeigt, wann die Kombination sinnvoll ist und worauf es bei der Auswahl ankommt.
Was der Kamin für die Wärmepumpe tut
An kalten Tagen sinkt die Effizienz der Wärmepumpe. Sie braucht mehr Strom für dieselbe Wärme. Übernimmt in dieser Phase ein Kamin die Wärme im Wohnraum, muss die Wärmepumpe weniger leisten und taktet ab. Den Effekt erklärt der Beitrag Wärmepumpe im Winter. Die Logik zweier Wärmeerzeuger beschreibt Hybridheizung.
Strahlung oder Wasserführung
Soll der Kamin nur den Aufstellraum wärmen, reicht ein Speicherofen mit langer Strahlungswärme. Soll er das ganze Haus stützen, ist der wasserführende Kaminofen der Weg. Thomas Widmer sieht beide Lösungen als bewährte Ergänzung der Wärmepumpe, je nach Gebäude.
„Die Kombination aus Wärmepumpe und Ofen hat sich in den letzten Jahren klar herauskristallisiert. In den kalten Phasen unterstützt der Ofen die Wärmepumpe sehr gut.“
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Im gut gedämmten Haus darf der Kamin nicht zu stark sein, sonst überhitzt der Raum. Ein Speicherofen gibt dieselbe Energie verteilt über Stunden ab und bleibt mild. Welcher Ofen passt, hängt von Wärmebedarf, Schornstein und Nutzung ab. Diese Abstimmung gehört zur Planung beim Ofenbauer. Einen Eindruck der Modelle gibt die kiimoto Manufaktur.
Zwei Ziele, eine Lösung
Wer Wärmepumpe und Kamin verbindet, will meist zweierlei. Echtes Feuer im Wohnraum und niedrigere Stromkosten an kalten Tagen. Beides lässt sich erreichen, wenn der Kamin zur Wärmepumpe und zum Gebäude passt. Der Kamin ist dabei kein Ersatz, sondern eine Ergänzung für die Spitzen.
Die richtige Größe ist entscheidend
Im gut gedämmten Haus ist die größte Gefahr ein zu starker Kamin. Er heizt den Raum schnell auf, es wird zu warm, die Wärme verpufft. Ein Speicherofen gibt dieselbe Energie über Stunden mild ab und überhitzt nicht. Deshalb wird die Leistung auf den tatsächlichen Wärmebedarf abgestimmt, nicht nach Bauchgefühl gewählt.
Wann sich der Aufwand rechnet
Im Bestand mit höherem Wärmebedarf ist der Nutzen am größten, weil die Wärmepumpe dort im Winter am teuersten arbeitet. Im Neubau fällt der Effekt geringer aus, dafür steht das Erlebnis des Feuers im Vordergrund. Soll der Kamin das ganze Haus stützen statt nur den Aufstellraum, führt der Weg zum wasserführenden Kaminofen.
Häufige Fragen
Lohnt es sich, eine Wärmepumpe mit Kamin zu kombinieren?
Ja, wenn der Kamin an kalten Tagen die Wärme im Wohnraum übernimmt. Dann muss die Wärmepumpe weniger leisten und verbraucht weniger Strom. Im Bestand ist der Effekt deutlich, im Neubau geringer.
Welcher Ofen passt zur Wärmepumpe?
Ein Speicherofen, wenn nur der Aufstellraum gewärmt werden soll. Ein wasserführender Ofen, wenn das ganze Heizsystem unterstützt werden soll. Die Wahl hängt vom Wärmebedarf des Gebäudes ab.
Überhitzt ein Kamin im gut gedämmten Haus?
Ein zu starker Kamin schon. Ein Speicherofen gibt die Energie über viele Stunden ab und hält die Wärme mild und gleichmäßig. Deshalb wird die Leistung auf den Raum abgestimmt.
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