Wärmepumpe: Stromverbrauch im Winter senken

Wer den Stromverbrauch der Wärmepumpe senken will, sollte beim Winter ansetzen. Dort entsteht der größte Teil des Verbrauchs. Je kälter es wird, desto mehr Strom braucht die Wärmepumpe für dieselbe Wärme. An genau diesen Tagen lässt sich am meisten einsparen. Dieser Beitrag zeigt, warum der Verbrauch steigt und wie ein Ofen ihn gezielt reduziert.

Warum der Verbrauch im Winter steigt

Die Effizienz der Wärmepumpe hängt von der Außentemperatur ab. Bei Frost sinkt die Leistungszahl, der Stromeinsatz steigt. In schlecht gedämmten Gebäuden mit hohem Wärmebedarf trifft beides zusammen. Die Stromrechnung klettert an wenigen kalten Tagen überproportional. Mehr dazu unter Wärmepumpe im Winter.

Drei Hebel, die wirken

Erstens die Vorlauftemperatur senken, etwa durch Flächenheizungen und bessere Dämmung. Zweitens die Wärmepumpe richtig einstellen lassen, damit sie nicht unnötig taktet. Drittens die kalte Spitze auslagern. Hier kommt der Ofen ins Spiel. Übernimmt ein Speicherofen an den kalten Tagen die Wärme im Wohnraum, muss die Wärmepumpe weniger leisten. Wie zwei Wärmeerzeuger zusammenspielen, beschreibt Hybridheizung.

Ein Abbrand wirkt den ganzen Tag

Ein Speicherofen hält die Wärme über viele Stunden. Ein Abbrand trägt die Wärme über den ganzen Tag und entlastet die Wärmepumpe entsprechend lange. Das senkt den Verbrauch genau in der teuersten Phase und entlastet zugleich das Stromnetz an kalten, windstillen Tagen. Thomas Widmer bringt den Nutzen auf den Punkt:

„In den kalten Tageszeiten, in denen die Wärmepumpe verhältnismäßig viel Strom benötigt, kann man sie mit einem Ofen sehr gut unterstützen.“

Soll der Ofen das ganze Heizsystem stützen, lohnt der wasserführende Kaminofen.

Wo der Verbrauch wirklich entsteht

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe verteilt sich nicht gleichmäßig übers Jahr. Der größte Teil fällt in die kalten Monate, und davon ein überproportionaler Anteil auf die wenigen Frosttage. Wer sparen will, setzt deshalb genau dort an, nicht beim ohnehin günstigen Übergang.

Einstellung und Hydraulik zuerst

Bevor man über zusätzliche Technik nachdenkt, lohnt der Blick auf die vorhandene Anlage. Eine zu hoch eingestellte Vorlauftemperatur, ein fehlender hydraulischer Abgleich oder eine Wärmepumpe, die ständig taktet, kosten unnötig Strom. Diese Punkte lassen sich oft ohne große Investition beheben und verbessern die Effizienz spürbar.

Den Ofen gezielt einsetzen

Der wirksamste Hebel an den kalten Tagen ist, die Last aus der Wärmepumpe zu nehmen. Ein Speicherofen trägt dann die Wärme im Wohnraum, ein wasserführender Ofen stützt das ganze Heizsystem. Weil ein Abbrand die Wärme über Stunden hält, bleibt die Wärmepumpe den ganzen Tag entlastet.

Häufige Fragen

Warum verbraucht die Wärmepumpe im Winter mehr Strom?

Bei Frost sinkt die Leistungszahl der Wärmepumpe. Sie muss mehr Strom aufwenden, um dieselbe Wärme zu liefern. In schlecht gedämmten Gebäuden ist dieser Effekt besonders stark.

Wie senkt ein Ofen den Stromverbrauch der Wärmepumpe?

Der Ofen übernimmt an kalten Tagen die Wärme im Wohnraum. Die Wärmepumpe muss dann weniger heizen. Ein Speicherofen hält die Wärme über viele Stunden und verlängert diesen Effekt.

Welche Maßnahmen helfen noch?

Niedrigere Vorlauftemperaturen durch Flächenheizungen und Dämmung sowie eine korrekte Einstellung der Wärmepumpe. Zusammen mit einem Ofen ergibt sich die größte Wirkung.

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