Speicherofen: Funktion, Wärmespeicher und Wirkungsgrad

Ein Speicherofen hält die Wärme eines Abbrands über viele Stunden. Statt den Raum schnell aufzuheizen und ebenso schnell wieder auszukühlen, gibt er milde Strahlungswärme ab, auch wenn die Flammen längst erloschen sind. Möglich macht das ein massiver Wärmespeicher. Dieser Beitrag erklärt die Funktion, das Material des Speichers und warum moderne Geräte sehr hohe Wirkungsgrade erreichen. Eine Übersicht der Modelle finden Sie in unserer Kategorie Speicheröfen.

So funktioniert ein Speicherofen

Der Ablauf ist einfach. Das Feuer erwärmt die Luft. Diese heiße Luft strömt durch einen Wärmespeicher und wird dabei viele Male an dessen Oberfläche vorbeigeführt. Durch die große Fläche geht viel Wärme in den Speicher über. Der Speicher gibt sie danach langsam an den Raum ab. So entsteht aus einem kurzen Feuer eine lange, gleichmäßige Wärme. Die technische Beschreibung finden Sie auch unter Was ist ein Speicherofen.

Der Wärmespeicher: Material, Struktur, Größe

Drei Größen entscheiden über die Leistung. Die Struktur bestimmt, wie schnell Wärme aufgenommen und abgegeben wird. Das Material bestimmt über die spezifische Wärmekapazität, wie viel Wärme überhaupt gespeichert werden kann. Die Größe ist weniger aussagekräftig, als man denkt, denn ein kleinerer Speicher aus besserem Material kann gleich viel halten. Wir legen die Speichermasse so aus, dass ein Abbrand für die gewünschte Dauer reicht. Mehr zur Wärmedauer steht im Beitrag Wie lange hält ein Speicherofen warm.

Warum der Wirkungsgrad so hoch ist

Moderne Speicheröfen erreichen Wirkungsgrade zwischen 80 und 89 Prozent. Beim kiimoto 2.0 sind es bis zu 93 Prozent. Erreicht wird das über eine optimierte Luftführung im Brennraum und eine Geometrie, die die heißen Gase lange in der Brennkammer hält. Thomas Widmer bringt den Anspruch auf den Punkt:

„Holz kann man nur einmal verheizen. Die Frage ist, wie viel Wärme man aus einem Scheit herausholt. Unser Anspruch ist, über 90 Prozent der Energie nutzbar zu machen.“

Höherer Wirkungsgrad heißt weniger Holz für dieselbe Wärme. Kunden berichten von 20 bis 40 Prozent weniger Verbrauch als früher. Wie sich ein Speicherofen von einem klassischen Kaminofen unterscheidet, lesen Sie unter Speicherofen vs. Kaminofen.

Für welche Häuser ein Speicherofen passt

Gut gedämmte Neubauten brauchen wenig Wärme, aber dann gleichmäßig. Genau das liefert ein Speicherofen. Im Bestand ergänzt er die Heizung an kalten Tagen und entlastet eine Wärmepumpe im Winter. Die technische Weiterentwicklung zeigt die kiimoto 2.0 Seite.

Speichermasse: Material schlägt Größe

Ein häufiger Irrtum ist, dass ein größerer Speicher automatisch mehr Wärme hält. Entscheidend ist die spezifische Wärmekapazität des Materials. Ein kleinerer Speicher aus einem besseren Material nimmt gleich viel oder mehr Wärme auf als ein großer aus schlechterem. Bei kiimoto kommt ein speziell entwickeltes Speichermaterial zum Einsatz, das viel Wärme auf kleinem Raum hält. So bleibt der Ofen kompakt und gibt trotzdem über Stunden ab.

Wie ein Abbrand abläuft

Ein Speicherofen wird anders betrieben als ein Dauerbrandofen. Man heizt kräftig an, lässt das Holz mit viel Luft sauber und heiß abbrennen und legt nicht ständig nach. Während dieser Phase nimmt der Speicher die Wärme auf. Ist das Holz durch, wird die Luft geschlossen, und der Speicher gibt die Wärme langsam an den Raum ab. Dieser kurze, heiße Abbrand ist sauberer als ein gedrosseltes Dauerfeuer und holt mehr Energie aus dem Holz.

Warum Strahlungswärme angenehmer wirkt

Ein Speicherofen wärmt vor allem über Strahlung, nicht über aufgewirbelte heiße Luft. Strahlungswärme erwärmt Flächen und Körper im Raum direkt, ähnlich wie die Sonne. Das wird als ruhig und angenehm empfunden, wirbelt wenig Staub auf und trocknet die Luft nicht aus. Eine reine Konvektionsheizung erzeugt dagegen schnell warme, aber trockene Luft unter der Decke. Genau dieser Unterschied ist ein Grund, warum viele die Wärme eines Speicherofens vorziehen. Den direkten Vergleich zieht der Beitrag Speicherofen vs. Kaminofen.

Häufige Fragen

Wie funktioniert ein Speicherofen?

Das Feuer erwärmt Luft, die durch einen Wärmespeicher strömt und dabei viele Male an dessen Oberfläche vorbeigeführt wird. Der Speicher nimmt die Wärme auf und gibt sie über Stunden langsam als Strahlungswärme ab.

Welchen Wirkungsgrad hat ein Speicherofen?

Moderne Speicheröfen erreichen 80 bis 89 Prozent. Der kiimoto 2.0 kommt durch eine optimierte Luftführung und Brennraumgeometrie auf bis zu 93 Prozent. Ein höherer Wirkungsgrad bedeutet weniger Holzverbrauch.

Wie viel Holz spart ein Speicherofen?

Im Vergleich zu alten Geräten berichten Kunden von 20 bis 40 Prozent weniger Holzverbrauch. Der genaue Wert hängt vom Gebäude und vom Nutzungsverhalten ab.

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